Was ist ein Bad Trip?
Mit einem Bad Trip ist im Allgemeinen eine unangenehme Erfahrung im Zusammenhang mit Drogen gemeint. Dieser stammt meist entweder vom mentalen Zustand des Konsumenten oder vom “Setting”, also der Umgebung, in der konsumiert wird. Bei dem mentalen Zustand ist es oft so, dass die aktuelle Gefühlslage durch Cannabis verstärkt wird. Also wird eine positive Grundstimmung vor dem Konsum, zu einem High mit vielen Lachern und Freude. Ist man jedoch emotional bedrückt oder ängstlich, kann das ebenso zu typischen “Bad Trip”-Symptomen wie Paranoia oder Panikattacken führen. Beim Setting sieht es ähnlich aus. Ist man in einer Umgebung, in der man sich wohlfühlt, möglicherweise auch mit Freunden, denen man vertraut, dann fällt das High ebenfalls oft positiv aus. Ist man hingegen in einer Umgebung, die chaotisch wirkt, unter Umständen auch mit Menschen, die man nicht kennt, kann das ebenfalls unangenehme Gefühle auslösen oder sogar Angstzustände. Zu den häufigsten Symptomen eines Bad Trips bei Cannabis zählen Paranoia, Panikattacken, Halluzinationen und Ähnliches.
Paranoia entsteht oft dadurch, dass der Konsument zu viel über manche Situationen nachdenkt und daraus eben eine paranoide Angst resultiert. Ist das Setting beispielsweise nicht gerade optimal und man befindet sich in einer Menschenmenge, kann das dazu führen, dass man das Gefühl bekommt, dass die Menschen um einen herum bemerken, dass man high ist, was wiederum zur Angst führt und einen Bad Trip initiiert.
Eine Panikattacke ist in der Regel noch schlimmer und für jeden eine beängstigende Erfahrung. Neben Paranoia kann es zu Kurzatmigkeit, mehr Angst oder sogar Ohnmacht führen. Zudem berichten Betroffene oft von stressigen oder aufdringlichen Szenarien im Kopf, die die Symptome verstärken können. Je nach Art der Einnahme, z. B Cannabis-Esswaren, kann dieser Prozess stundenlang anhalten.
Halluzinationen treten nicht in dem Sinne wie bei Psychedelika, z. B. LSD oder Pilze auf, sondern machen sich eher akustisch oder visuell bemerkbar. Diese kann der Konsument als Halluzinationen wahrnehmen, was gerade bei Neulingen schnell beunruhigend wirken kann.
Was können die Folgen eines Bad Trips sein?
Bei den meisten Leuten, die von einem Bad Trip berichten, nehmen die Symptome ab, sobald das High anfängt abzuklingen. Dies ist jedoch nicht für jeden Betroffenen der Fall. Besonders Jugendliche und junge Erwachsene, bei denen das Gehirn nicht vollständig entwickelt ist, können solche negativen Erfahrungen zu Folgen abseits des Highs führen. Während manche noch einige Tage nach dem Bad Trip von kurzzeitigen Angstzuständen, sogenannten “Flashbacks” erzählen, werden bei anderen wiederum Panikattacken zu einer Regelmäßigkeit, was schlimmstenfalls zu einer Psychose führen kann. Dies ist oft bei Menschen mit vorbestehenden psychischen Problemen der Fall.
Wie kann man einem Bad Trip entgegenwirken?
Zunächst sollte man vor dem Cannabiskonsum darauf achten, dass man mental in einer guten Verfassung ist und die Umgebung sich anbietet, um ein entspanntes und fröhliches High zu genießen. Sollte es dennoch dazu kommen, dass sich Bad Trip Symptome bemerkbar machen, gibt es Möglichkeiten dem entgegenzuwirken. Erstens sollte man sich dessen bewusst sein, dass man Cannabis konsumiert hat und dass es sich lediglich um die Wirkung davon handelt. Man sollte sich mit positiven Gedanken beschäftigen und nicht in Panik geraten. Zudem ist eine ruhige und kontrollierte Atmung ebenfalls von Vorteil, um Ruhe zu bewahren. Manchmal sind es kleine Umstände, die solche Symptome auslösen, wie etwa das Licht oder die Musik. Wenn es nicht hilft, die kleinen Umstände zu verändern, kann ein Tapetenwechsel für Besserung sorgen. Ein Raumwechsel oder ein Spaziergang an der frischen Luft können von hoher Wirksamkeit sein. Es sollte auch stets darauf geachtet werden, genug Flüssigkeit zu sich zu nehmen, um Kreislaufprobleme zu vermeiden. Des Weiteren können beruhigende Worte einer vertrauten Person die Panik verringern. Sollte genug Entspannung eingekehrt sein, dass eine Runde Schlaf möglich ist, kann man letztlich nur dazu raten, das zu nutzen. Schlaf ist bekanntlich die beste Medizin.
September 14, 2022
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Von: <a class="mp-info" href="https://smoke-m2.inchweb.de/blog/author/julie">Julie</a>
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